Nach der Reinigung kommt die Pflege – denn auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit. Achten Sie bei der Verwendung von Tages- und Nachtcremes in jedem Fall darauf, dass die Produkte nicht rückfettend sind, aber feuchtigkeitsspendende Eigenschaften besitzen. Auch hier gibt es spezielle Pflegeartikel für fettige Haut, die den Talgfluss reduzieren und den typischen Fettglanz minimieren sollen. Bei der täglichen Verwendung von Kosmetikartikeln sollten Sie hingegen unbedingt auf den Zusatz "nicht komedogen" auf der Verpackung achten. Mit "komedogen" sind bestimmte Inhaltsstoffe gemeint, denen nachgesagt wird, sie würden die Poren verstopfen. Und das ist natürlich das Letzte, was Sie wollen, wenn Sie sich schminken.
Bevor jedoch „wild“ mit Hausmitteln experimentiert wird ist es ratsam einen Dermatologen aufzusuchen und diesen um Rat bezüglich einer geeigneten Pflege und gegebenenfalls nötigen Therapie zu fragen. Da in einigen Fällen bleibende Narben von Akne zurückbleiben können, welche meist zusammen mit fettiger Haut auftritt, ist in diesen Fällen eine gezielte Beratung und Therapie anzuraten.
Der Ausdruck „fettige Haut“ umschreibt sowohl ölige Haut als auch Mischhaut. Zum einen bezieht er sich natürlich auf das glänzende Hautbild. Typisch für fettige Haut sind große Poren, ein öliger Film gerade auf der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn, der Bereich der Ohren) und Unreinheiten wie Mitesser und Pickel. Oft verdickt sich die obere Hautschicht leicht und wird schlechter durchblutet, daher auch der blasse Teint. Kosmetiker sprechen übrigens eher von „öliger Haut“. Bei der Mischhaut ist zwar die ölige T-Zone vorhanden, allerdings ist der Rest des Gesichts eher trocken und spannt leicht.
Ursachen: äußere Faktoren (z.B. Hitze, Kälte, Sonneneinstrahlung), Ernährung, bestimmte Medikamente, Stress und seelische Belastung, biologische Faktoren (wie Alter), Erkrankungen wie Neurodermitis, Allergien, Schuppenflechte, Kontaktekzeme (Hautausschlag), Ulcus cruris (Geschwür am Unterschenkel), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Schilddrüsenunterfunktion, Morbus Crohn, Zollinger-Ellison-Syndrom, Zöliakie.
Innere Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenstörungen diagnostiziert und behandelt meist ein Internist oder ein Endokrinologe. Endokrinologen sind Internisten, die sich auf Hormon- und Stoffwechselstörungen spezialisiert haben. Blut- und Urinuntersuchungen zeigen Ungleichgewichte im Salz-Wasser-Haushalt, Mangelzustände, Hormonstörungen und eine veränderte Stoffwechsellage auf.
Auch die UV-Strahlung (Sonne) kann in einem geringen Maße heilend auf die Haut wirken. Hier ist natürlich auf die Dosis zu achten. Bei einer längeren Sonnenexposition muss unbedingt auf einen Lichtschutzfaktor geachtet werden. Bei dauerhafter Sonnenexpositon kann die Haut verfrüht altern, außerdem ist das Risiko für weißen Hautkrebs (Basaliom) und schwarzen Hautkrebs (Melanom) erhöht. Beide Krankheitsbilder müssen chirurgisch entfernt werden und bedürfen einer vermehrten Kontrolle des Hautarztes.
Hautschuppen können von der Haut schwer entfernt werden. Es ist daher wichtig, die Ursache der Schuppen zu finden und diese zu therapieren. Die einfachste und häufigste Erklärung ist die trockene Haut. Diese kommt meist in den Wintermonaten durch Kälte zustande, oder durch häufigen Kontakt mit Wasser. Hier sind hauptsächlich die Hände und die Kopfhaut betroffen. Die Therapie bei trockener Haut ist eine pflegende Hautcreme. Diese kann reichhaltig wie Linola Fett oder Bepanthen® sein.
Schuppige Haut hat also meist harmlose Ursachen, die sich durch entsprechende Maßnahmen beheben lassen. Spezielle Shampoos und eine gesteigerte Körpergenie können schon eine Menge bewirken. Wird allerdings nicht reagiert, kann die übermäßige Schuppenbildung zu weiteren Problemen führen. Aufgekratzte Stellen am Kopf können sich etwa entzünden und extrem trockene Haut kann Haarausfall begünstigen.
Ausgeprägte Hauttrockenheit zeigt manchmal einen bedrohlichen Flüssigkeitsverlust im Körper an. Sie kann auch Teil einer bestimmten Krankheit sein. Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Kontaktekzeme, Schuppenflechte oder sogenannte Ichthyosen stehen dabei im Vordergrund. Einige Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus, kommen ebenfalls als Verursacher infrage. Weitere Auslöser sind mitunter bestimmte psychische Erkrankungen, etwa Zwangsstörungen, die mit Wasch- oder Putzzwang verbunden sind. In der Regel geben aber bei krankhaften Ursachen zusätzliche Symptome die entscheidenden Hinweise (siehe Abschnitt "Mögliche krankhafte Ursachen für trockene Haut").
Im Gesicht tritt fettige Haut meistens in der sogenannten T-Zone auf, also an der Stirn, auf der Nase und am Kinn. Das liegt vor allem daran, dass sich in diesen Bereichen mehr Talgdrüsen befinden als zum Beispiel auf den Wangen. Aber auch die Kopfhaut, der Rücken und die Schultern können zu viel Talg produzieren und somit ölig erscheinen. Umso wichtiger ist es, die betroffenen Stellen richtig zu reinigen und zu pflegen. Am besten jeden Morgen und jeden Abend: Handelsübliche Seifen und Cremes sind hier jedoch die falsche Wahl, da sie die Symptome meistens nur noch verschlimmern. Greifen Sie lieber zu sanften Reinigungsmitteln, mit denen Sie Ihre fettige Haut regelmäßig reinigen, um die verstopften Poren von übermäßigem Talg zu befreien. Für das Gesicht empfiehlt sich ein nicht rückfettendes Waschgel (PH-neutral), sanfte Peelings mit Salizylsäure (Wichtig: Nur maximal zweimal die Woche verwenden, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen) oder auch ein milder Reinigungsschaum. 

Apfelessig ist auch ein natürliches Hausmittel, das nicht nur für die Haare gut geeignet ist, sondern auch gegen fettige Haut eingesetzt werden kann. Füllen Sie eine gewöhnliche Tasse zu einem Viertel mit dem Essig auf und geben Sie noch dreiviertel Wasser dazu. Auch hier gehen Sie wie bei dem Zitronensaft vor, betupfen Sie Ihre Haut mit der Tinktur, lassen Sie sie zehn Minuten einziehen und waschen Sie sie anschließend wieder ab. Um Müll zu vermeiden, empfehlen sich bei regelmäßiger Anwendung wiederverwendbare Reinigungspads. Mehr dazu hier.


Möchte Mann es nicht so weit kommen lassen, ist die instinktive Reaktion, sich das Gesicht mit Wasser abzuspülen. Zwar wird so der überschüssige Talg entfernt, allerdings werden gleichzeitig die Talgdrüsen angeregt, noch mehr Talg zu produzieren, um die verloren gegangene Talgschicht nach zu produzieren. Ähnlich verhält es sich mit alkoholhaltigen Mitteln, sie trocknen die Haut aus, und führen so zu einer reflektorischen Steigerung der Talgproduktion.
Lebensalter, hormonelle Veränderungen: Verschiedene Hormone, darunter die Geschlechtshormone, beeinflussen auch den Hautzustand. Insbesondere Frauen erleben es, dass sich ihr Hauttyp im Laufe ihres Lebens verändert. So kann die Haut in der Pubertät noch eher fettig sein. Sie normalisiert sich dann später, etwa unter Einnahme eines Verhütungsmittels oder während der Schwangerschaft und Stillzeit. In den Wechseljahren schließlich neigt die Haut oft deutlich zu Trockenheit. Hormonumstellung und natürlicher Alterungsprozess wirken zusammen. Aber auch Männer haben in jungen Jahren oft mit verstärkter Talgproduktion zu tun, im Alter nehmen Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut dann spür- und sichtbar ab.
Zu wenig trinken: Die Haut ist auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper angewiesen. Sie braucht regelmäßigen Nachschub für die Flüssigkeit, die sie abgibt oder verliert. Wer über längere Phasen zu wenig trinkt, sein Durstgefühl unterdrückt, etwa in Stresszeiten, nimmt der Haut ihr Feuchtigkeitspolster. Sie wirkt fahl, wird rau und spannt. Vor allem ältere Menschen nehmen oft nicht genügend Flüssigkeit zu sich, da das Durstgefühl sich mit den Jahren verringert. Dadurch verliert die ohnehin schon trockenere Haut noch mehr an Feuchtigkeit.
Im Gesicht erscheint trockene Haut oft müde und fahl. Manchmal zeigen sich dünne Schuppen und gerötete Stellen. Auf rauen Wangen entwickeln sich rasch feine Fältchen. Besonders leicht spannt und juckt die Haut auch an den Unterschenkeln über den Schienbeinen, an Füßen, Händen, Ellbogen und Unterarmen. Wenn der Haut anhaltend Fett und Feuchtigkeit fehlen, zieht sie sich pergamentartig zusammen. Erhält sie dann nicht ausreichend Schutz und Pflege, kann sie sich vermehrt schuppen, rissig werden und sich entzünden.
Wer Gesichtsöle mag, kann Klassiker wie Mandelöl, Arganöl, Macadamia- oder Kokosöl (Stars wie Emma Stone und Blake Lively schwören drauf) verwenden, auch Traubenkernöl unterstützt die Bildung der Hautschutzbarriere. Es gibt aber auch Cremes, die Mandel- oder Traubenkernöl enthalten und als Tagescremes keine glänzenden Spuren auf dem Gesicht hinterlassen. Omega-Fettsäuren stecken in Cremes, die die Hautoberfläche beruhigen und glätten sollen. Sie eignen sich auch für reife Haut als Anti-Aging-Pflege.
Viele Menschen leiden unter trockener und schuppiger Haut. Dahinter können Pilzinfektionen, Schuppenflechte oder auch schlechte genetische Anlagen stecken. Während das Problem von den Patienten oft als ein rein kosmetisches gesehen wird, sollten die trockenen Hautpartien immer von einem Arzt behandelt werden, da die Schutzfunktion der Haut an diesen Stellen offensichtlich gestört ist.

Auch von innen können Sie etwas gegen fettige Haut tun. Bewährt haben sich Teemischungen mit bestimmten Heilkräutern, zum Beispiel ein Mix aus Löwenzahn, Brennnesseln und Birkenblättern. Für die Zubereitung mischen Sie die Ingredienzien zu gleichen Teilen und übergießen einen Teelöffel davon mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee fünf bis sechs Minuten ziehen und trinken Sie maximal fünf Wochen lang täglich drei Tassen über den Tag verteilt – eine Wohltat für fettige Haut.

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